. . . nullkommanull geringste verdachtsmomente auf anstieg des zuckers in Behandlungsbedürftiger höhe zeigen sich beim kater.
ganz im gegenteil.
ein sehr gesunder alter herr tappert fröhlich durch die gegend.
er hat es sich gerade in der kühlen ecke bequem gemacht – aber das dürfte ihm dann doch noch zu kühl sein und er wird bald auf dem stuhl oder tisch auftauchen. (EDIT 8:00 – inzwischen ist er auf dem stuhl angekommen)

heute nacht hat er nach sehr langer zeit mal wieder auf der purzeltonne geschlafen. – ein sicheres zeichen dafür, dass es ihm gut geht, er keine Schwindelgefühle oder akute neurologische Störungen in den beinen hat.

ein sehr wesentliches beobachtetes merkmal war ja in den letzten Monaten die zunehmende Verunsicherung irgendwo hinaufzuspringen, oder sich überhaupt oberhalb des fußbodens zu bewegen (mit der einzigen ausnahme: wenn er bei mir auf dem arm sitzen konnte war das nicht beängstigend für ihn). – nicht unerheblich dürfte auch die Wirkung des AMLODEPIN dazu beigetragen haben.

da wir zur zeit auch das ( für max. drei Wochen) abgesetzt haben, gibt es offenbar keinerlei wahrnehmungsschwächen beim kater.
höhen, hell und dunkel, beides wird gut erkannt, richtig ein-und abgeschätzt.

ich habe das mit der wahrnehmungsverunsicherung bei hell und dunkel schon vor zehn jahren bemerkt, als er vermutlich ja auch schon zu hohen Blutdruck hatte.

2003 habe ich einen neuen Vinyl-Fußbodenbelag in der küche verlegt, mit großflächigem fliesenmuster.

zuvor lag dort ein einfarbiger heller belag. – die dunkleren „fliesen“ haben ihn bereits damals verunsichert den boden überhaupt zu betreten. es hat tage gedauert bis er den boden vollflächig als ungefährlich akzeptierte. bis dahin eierte er, immer nur die helleren flächen betretend, Richtung klokiste.

und in der letzten zeit hat er wieder solche wahrnehmungsstörungen in bezug auf diesen fußboden gehabt, und er blieb außerhalb der küche sitzen und wollte nicht die zweineinhalb katerschritte in die küche gehen zum futtern. auch das Klo mußte aus der ecke hervorgezogen werden.
vorwiegend in den Vormittagsstunden, nach eingabe des Insulins und des AMLODEPINS trat dieses verhalten auf, das sich dann im laufe des tages wieder normalisierte.

das alles ist jetzt seit gut zehn tagen komplett „vorbei“.

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und jetzt noch eine passende, aktuelle „geschichte“ zum (Human)-Diabetes im allgemeinen – folgendes hat sich gestern abend bei uns ereignet:

es gab Falafel ( halbfertigprodukt von Demeter) mit Sesam, Petersilie und röstzwiebeln angereichert und dazu Gartensalat mit Schafskäse und Tomaten zum essen.
der 22:00 meßwert war 81 – also kein Insulin gespritzt.
ich jubiliere und verweise auf die richtige Ernährung und deren zuckersenkende Eigenschaft, und bin stolz wie bolle dass (an diesem abend) beide Diabetiker Insulinfrei sind.

heute früh allerdings ist der Humandiabetiker wieder bei über 140, was nicht gut ist, gar nicht gut (- max. 120 sollten es sein, besser, gesünder, sind um die 100-).
„falsche Ernährung“ brubbelt der . . .
tatsächlich.
unglaublich.
ich bin fast sauer deswegen.

aber es beweist eben auch, dass es mit „einmaliger gesunder, richtiger“ Ernährung nicht in den griff zu bekommen ist.
das muß konstant sein. durchgehend.
und normalerweise haben wir diese ausrutscher nicht, weder nach unten noch nach oben. denn die Ernährung ist meinerseits voll auf diätetisch eingestellt, angepasst.

und im übrigen, mal nachgedacht, Kichererbsen sind nicht gerade kohlehydratfrei . . . (= bedeutend mit: der wert hätte höher sein m.ü.s.s.e.n.) was da also mal wieder abgegangen ist, erschließt sich nicht.
Diabetes ist und bleibt ein schwieriges Terrain.

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web-cam läuft jetzt noch, bis es zu warm und sonnig wird, dann werde ich die Jalousien schließen und die Kamera abschalten.